Die Portraitsammlung - Dr. Senckenbergische Stiftung
Bildnis:
Heinrich Schwarzschild
Künstler:
Unbekannt
Kopie nach einem Gemälde von Bernhard Schlösser (1802–1859) aus dem Jahr 1835
Datum:
1907
Technik / Größe:
Öl auf Leinwand / 95 x 75,5 cm
Anmerkungen:

Heinrich Schwarzschild (1803-1878) wurde als einziger Sohn von Benedikt Hayum Schwarzschild (1760-1834) am 28.Februar 1803 in der Frankfurter „Judengasse“ geboren. Er studierte Medizin und ließ sich als Gynäkologe und praktischer Arzt in Frankfurt nieder. Er war Mitglied in der Freimaurerloge „Zur Aufgehenden Morgenröthe“. Von 1840-46 war er als Schulrat in der jüdischen Schule Philantropin tätig. Ab den 50er Jahren bis in die 70er hinein engagierte er sich nachhaltig für das Hospital der Frankfurter jüdischen Gemeinde. Man dankte es ihm mit der Ernennung zum Geheimen Sanitätsrat 1875. Als engagierter Kommunalpolitiker war er zudem Mitglied der verfassungsgebenden Versammlung und glänzte „nebenbei“ als Dichter, Übersetzer und Fachpublizist. 1835 heiratete er Betty Reinach und hatte mindestens zwei Töchter mit ihr. Er verstarb 1878 und ist in Frankfurt auf dem Alten Jüdischen Friedhof begraben.

Provenienz:
Geschenk von den Töchtern des Dargestellten, Charlotte Stettiner und Mathilde Stettiner, 1907.