Die Portraitsammlung - Dr. Senckenbergische Stiftung
Bildnis:
Rudolf Virchow (zugeschrieben)
Künstler:
Rolf Niczky (1850-1919)
Datum:
1902
Technik / Größe:
Öl auf Leinwand / 91 x 68 cm
Anmerkungen:

Rudolf Virchow (1821-1902) wurde in Schivelbein, heute Swidwin/Polen, geboren. Nach dem Medizinstudium promovierte er 1843 im Fachbereich Pathologie. Nach einem Stipendiat an der Berliner Militärärzte-Akademie Pépinière arbeitete Virchow in der Pathologie der Charité. In seiner Forschungstätigkeit wies Virchow u. a. die Thrombose nach und beschrieb 1845 das erste Mal die Leukämie. Von 1847 an brachte Virchow das „Archiv für pathologische Anatomie und Physiologie“ heraus, ab 1902 Virchows Archiv genannt. Der Arzt war auch politisch aktiv und Gründungsmitglied der Deutschen Fortschrittspartei. 1848 kämpfte er in der Märzrevolution, weshalb er Berlin verließ und einem Ruf an die Universität Würzburg folgte. Dort heirate er 1850 Ferdinande Mayer. 1856 kehrte Virchow nach Berlin und zur Charité zurück, wo er die pathologisch-anatomische Sammlung ausbaute. Diese war ab 1899 im „Pathologischen Museum“, heute „Berliner Medizinhistorisches Museum“, der Öffentlichkeit zugänglich. Rudolf Virchow verstarb in Berlin.

Provenienz:
Nach 1954 eingegangen.