Die Portraitsammlung - Dr. Senckenbergische Stiftung
Bildnis:
Johann Georg Burkhard F. Kloß
Künstler:
Unbekannt
Kopie nach Original von Heinrich Hasselhorst (1825-1904)
Datum:
2. Hälfte 19. Jhdt.
Technik / Größe:
Öl auf Leinwand / 61,5 x 47 cm
Anmerkungen:

Der Frankfurter Johann Georg Burkhard Franz Kloß (1787-1854) war Arzt, Historiker und Sammler. Er ist der Sohn von Johann Christoph Matthias Klos, Wundarzt in Frankfurt. Johann Georg studierte Medizin in Heidelberg und promovierte in Göttingen. 1810 ließ er sich als Mediziner in Frankfurt nieder. Er wurde 1812 Professor an der Medizinisch-Chirurgischen Spezialschule und war ab 1816 am Rochusspital in Frankfurt am Main tätig und ab 1818 dort fest angestellt.

Als junger Mann wurde Johann Georg in die Frankfurter Freimaurer-Loge "Zur Einigkeit" aufgenommen, 1828 wurde er deren Meister vom Stuhl und 1836 Großmeister des Eklektischen Bundes. Durch seine zahlreichen Publikationen wurde Kloß zum Begründer der Geschichtsforschung der Freimaurer in Deutschland. Sein, vor allem spektakulärer bibliografischer, Nachlass, inklusive einer beachtlichen Sammlung von alten Inkunabeln, ging nach seinem Tod an Prinz Friedrich der Niederlande - Logenbruder und damals "Großmeister des Großostens der Niederlande". Die Sammlung bildet noch heute in Den Haag den Grundstock der Bibliotheca Klossiana, die als größte freimaurerische Bücherei und Handschriftensammlung Europas gilt. Kloß' Inkunabeln- und Paläotypen-Sammlungen gingen nach seinem Tod an die Frankfurter Stadtbibliothek.

Das Portrait von Kloß, eine Kopie nach einem Original-Portrait von Heinrich Hasselhorst, wurde der Dr. Senckenbergische Stiftung von Professor A. Knoblauch 1899 geschenkt.

Provenienz:
Geschenk von Professor A. Knoblauch 1899.