Die Portraitsammlung - Dr. Senckenbergische Stiftung

Die Sammlung

Die bedeutende Portraitsammlung der Dr. Senckenbergischen Stiftung bietet einen Überblick über die Frankfurter Ärzteschaft, über Wissenschaftler, Theologen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens der Stadt vom 16. bis zum 20. Jahrhundert.

Begonnen als Privatsammlung des umfassend gebildeten Mediziners und Stifters Dr. Johann Christian Senckenberg (1707-1772) in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wurde der Gemäldebestand bald erweitert. Als repräsentative Sammlung rückte sie nun den Berufsstand der Ärzte, der sich zunehmend emanzipierte, ins Zentrum. Von der Identitätsfindung eines Standes entwickelte sich die Sammlung zur Bürgersammlung, in welche selbstbewusste Bürger der freien Reichsstadt Frankfurt mit Stolz Bilder einbrachten.

Senckenberg, ein aufgeklärter Repräsentant des 18. Jahrhunderts, war an naturwissenschaftlichen wie geistigen Dingen gleichermaßen interessiert. Wissenschaft und Religion waren für ihn kein Widerspruch. Gemäß den Sammlungstendenzen seiner Zeit hat er so eine Universalsammlung aufgebaut. Er trug Kunstgegenstände wie Gemälde, Grafiken und Kleinodien, eine Bibliothek, Münzen, Mineralien, Fossilien bis hin zu anatomischen Präparaten und wissenschaftlichen Instrumenten in der Tradition der „Wunderkammern“ zusammen. Teile der Sammlung wurden nach dem Tod des Arztes verkauft, doch das Kernstück, die Portraitsammlung mit heute fast 200 Exponaten, kann Erfolgsgeschichte schreiben. Sie ist über die Jahrhunderte gewachsen und wächst weiter. Heute ist die Bildnissammlung der Dr. Senckenbergischen Stiftung mit ihrem großen Anteil an Ärzteportraits eine wertvolle Basis für die wissenschaftliche Forschung und die Erarbeitung der Frankfurter Stadthistorie und Medizingeschichte.

Anhand der Sammlung lassen sich historische Sammlungsepochen nachvollziehen, die Zeugnis vom jeweiligen Zeitgeist geben. Entsprechend ist der folgende Überblick über die Dr. Senckenbergische Portraitsammlung aufgebaut und in Sammlungsphasen eingeteilt.