Eduard Rüppell

Der Frankfurter Wilhelm Peter Eduard Simon Rüppell (1794-1884) studierte an verschiedenen Uni­versitäten in Italien Naturwissen­schaften, erlernte aber getreu der Familien­tradition (Bankhaus Rüppell & Harnier) ebenso das Bankwesen. 1817 unternahm er aufgrund einer Lungen­erkrankung seine erste Reise nach Ägypten, der große Expeditionen nach Nord­ost­afrika folgten. Rüppell war Mit­begründer der Sencken­bergischen Natur­forschenden Gesell­schaft und wurde 1841 ihr zweiter Direktor. 5 Tier­gattungen und 79 Tier- und Pflanzen­arten wurden nach ihm benannt. Seine von den Reisen mit­gebrachten Präparate bildeten die Basis des Sencken­berg­museums. Rüppells große Verdienste auf den Gebieten der Zoologie, Mineralogie, Paläographie, Geographie und Numismatik wurden inter­national anerkannt. So war er auch der erste Ausländer, der von der Royal Geographic Society in London mit der Goldenen Medaille aus­gezeichnet wurde.