Emil Sioli

1875 promovierte Emil Sioli (1852-1922) in seiner Geburts­stadt Halle zum Doktor der Medizin. Nach einem Aufenthalt am Anatom­ischen Institut in Straßburg und diversen Praxis­vertretungen wurde er 1877 Assistenz­arzt an der Psychiatrischen Anstalt Nietleben. Es folgte eine Stelle an der Psychiatrischen Klinik der Charitè in Berlin. Dieser schlossen sich leitende Tätigkeiten in Schlesien an. 1885 ver­öffentlichte der anatomisch interessierte Sioli seine Arbeit „Über direkte Vererbung von Geistes­krankheiten“. 1888 zog er nach Frankfurt am Main und übernahm von Heinrich Hoffmann die Direktion der „Anstalt für Irre und Epileptische“. Alois Alzheimer begann hier als Siolis Assistent. 1907 wurde Sioli zum Professor ernannt und nach der Gründung der Frankfurter Universität Ordinarius. Seine Einrichtung wurde in die „Städtische und Universitäts­klinik für Gemüts- und Nerven­kranke“ umbenannt. 1916 erhielt er den Titel Geheimer Medizinalrat und wurde Dekan der Medizin­ischen Fakultät.