Heinrich Schwarz­schild

Heinrich Schwarz­schild (1803-1878) wurde als einziger Sohn von Benedikt Hayum Schwarz­schild (1760-1834) am 28.Februar 1803 in der Frankfurter „Judengasse“ geboren. Er studierte Medizin und ließ sich als Gynäkologe und praktischer Arzt in Frankfurt nieder. Er war Mitglied in der Frei­maurer­loge „Zur Aufgehenden Morgenröthe“. Von 1840-46 war er als Schulrat in der jüdischen Schule Philan­tropin tätig. Ab den 50er Jahren bis in die 70er hinein engagierte er sich nachhaltig für das Hospital der Frankfurter jüdischen Gemeinde. Man dankte es ihm mit der Ernennung zum Geheimen Sanitätsrat 1875. Als engagierter Kommunal­politiker war er zudem Mitglied der verfassungs­gebenden Versammlung und glänzte „nebenbei“ als Dichter, Übersetzer und Fach­publizist. 1835 heiratete er Betty Reinach und hatte mindestens zwei Töchter mit ihr. Er verstarb 1878 und ist in Frankfurt auf dem Alten Jüdischen Friedhof begraben