Jakob Emden

Jakob Emden wurde als sechster Sohn einer Bankier­familie, Bankhaus Feist Emden und Sohn, am 1796 in Frankfurt geboren. In der Mainstadt arbeitete er als Chirurg und Augenarzt. 1828 ehelichte Jakob Emden Johanna Halle. Ein Jahr später wurde Emden „Meister vom Stuhl“ in der Loge zur aufgehenden Morgenröthe. Das Amt hatte er bis 1855 inne. Diese Loge bildete sich in Frankfurt aufgrund der Widerstände, denen sich jüdische Ärzte ausgesetzt sahen, wenn sie in nicht­jüdische Frei­maurer­logen eintreten wollten. Ab 1832 praktizierte Jacob Emden am alten Frankfurter Israel­itischen Spital im Bereich der Inneren Medizin. Neben dem leitenden Arzt und Chirurgen Salomon Stiebel hatte Emden das Amt des zweiten Hospital­arztes inne. Zwischen den beiden bestand seit 1835 ein Kompetenz­streit über Behandlungs­fragen. 1857 schied Jacob Emden aus dem Dienst aus. Er hatte einen Hirnschlag erlitten, an dessen Folgen er schließlich 1860 verstarb.