Ludwig Edinger

Ludwig Edinger (1855–1918) stammte aus Worms. Von 1872 bis 1877 studierte er in Heidelberg und Straßburg Medizin und habili­tierte sich in Gießen 1881, im Bereich Neurologie. An­schließend arbeitete er in unter­schiedlichen Städten. In Frankfurt ließ er sich 1883 als Arzt und als einer der ersten deutschen Neurologen nieder. An das Sencken­bergische Patho­logisch-Anatomische Institut kam er durch seinen Kollegen Direktor Karl Weigert. Beide brachten die Hirn­forschung in Frankfurt voran. Edinger wurde zu einem Wegbereiter der Gehirn­anatomie und übernahm später die Leitung des Neuro­logischen Instituts, das sich aus der oben genannten Einrichtung entwickelt hatte. Den Stiftungs­vertrag zur Gründung der 1914 eröffneten Frankfurter Universität unter­zeichnete er mit. Als erster deutscher Forscher wurde er vom König von Preußen zum Professor der Neurologie ernannt. Erdinger starb 1918 an Herzv­ersagen. Zuvor hatte er verfügt, dass sein Gehirn seinem Institut zu Forschungs­zwecken zur Verfügung gestellt werden sollte.