Johann Christian Gustav Lucae

Der Frankfurter Johann Christian Gustav Lucae (1814–1885) studierte in Marburg und Würzburg Medizin, promovierte 1839 und ließ sich 1840 als Arzt in seiner Vaterstadt nieder. Im Folgejahr wurde er Mitglied der Sencken­bergischen Natur­forschenden Gesell­schaft. Er begann patho­logische Vorlesungen am Sencken­bergischen Institut für Anatomie zu halten und forschte auch in den Bereichen Zoologie, Ethnografie und Anthro­pologie. 1851 wurde er Lehrer an der Anatomie, dann Direktor - eine Position, die er bis zu seinem Tod 1885 inne hatte. Das Institut entwickelte sich unter seiner Leitung zu einer bekannten, in der Forschung hoch angesehenen Einrichtung. 1863 wurde Lucae der Professoren­titel verliehen und Ende der 1860er Jahre lehrte er zudem am Städelschen Kunst­institut Künstler­anatomie. Gemeinsam mit dem Bildhauer Eduard Schmidt von der Launitz erwarb er sich große Verdienste bei der Verbesserung anatomischer Zeichen­methoden. Lucaes Lebenswerk begleiten zahlreiche Publi­kationen. Das Gemälde von Johann C. G. Lucae entstand posthum nach einer Fotografie aus dem Bestand der Sencken­bergischen Natur­forschenden Gesell­schaft.