Johann Conrad Varrentrapp

Der Frankfurter Stadt­physikus Johann Conrad Varrentrapp (1779-1860), Vater des späteren Geheimen Sanitätsrats und Kommunal­politikers Georg Varrentrapp, arbeitete als Stiftsarzt am Bürgerhospital und später am Hospital zum Heiligen Geist, wo ihm sein Sohn mehrere Jahre assistierte. Johann Varrentrapp war Professor der medizin­ischen Polizei und gericht­lichen Heilkunde und arbeitete bis 1851 als Arzt an der „Anstalt für Irre und Epileptische“. Heinrich Hoffmann, Autor des „Struwwel­peter“, wurde sein Nachfolger. Der Bruder Johann Varrentrapps, Franz, führte den bedeutenden Frankfurter Varrentrappschen Verlag und die väterliche Buchhandlung nach dem Tod des Seniors weiter. Als Franz Varrentrapp starb, übernahm dessen Frau die Buchhandlung, Johann Conrad unterstützte sie dabei. Der Mediziner war mehrfach Mitglied der Gesetz­gebenden Versammlung und gehörte 1845 zu den Mit­begründern des Ärztlichen Vereins in Frankfurt. 1813 wurde er Admin­istrator der Dr. Sencken­bergischen Stiftung und bereits ein Jahr später zum Senior der Stiftung ernannt.