Johann Georg Burkhard F. Kloß

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Künstler:
Unbekannt
Datum:
2. Hälfte 19. Jhdt.
Technik:
Öl auf Leinwand
Größe:
61,5 x 47 cm
Provenienz:
Geschenk von Professor A. Knoblauch 1899.

Der Frankfurter Johann Georg Burkhard Franz Kloß (1787-1854) war Arzt, Historiker und Sammler. Er ist der Sohn von Johann Christoph Matthias Klos, Wundarzt in Frankfurt. Johann Georg studierte Medizin in Heidelberg und promovierte in Göttingen. 1810 ließ er sich als Mediziner in Frankfurt nieder. Er wurde 1812 Professor an der Medizinisch-Chirurg­ischen Spezial­schule und war ab 1816 am Rochus­spital in Frankfurt am Main tätig und ab 1818 dort fest angestellt. Als junger Mann wurde Johann Georg in die Frankfurter Freimaurer-Loge "Zur Einigkeit" aufgenommen, 1828 wurde er deren Meister vom Stuhl und 1836 Großmeister des Eklekt­ischen Bundes. Durch seine zahlreichen Publi­kationen wurde Kloß zum Begründer der Geschichts­forschung der Freimaurer in Deutschland. Sein, vor allem spektakulärer biblio­grafischer, Nachlass, inklusive einer beacht­lichen Sammlung von alten Inkunabeln, ging nach seinem Tod an Prinz Friedrich der Niederlande - Logenbruder und damals "Großmeister des Großostens der Niederlande". Die Sammlung bildet noch heute in Den Haag den Grundstock der Bibliotheca Klossiana, die als größte frei­maurerische Bücherei und Hand­schriften­sammlung Europas gilt. Kloß' Inkunabeln- und Paläotypen-Sammlungen gingen nach seinem Tod an die Frankfurter Stadt­bibliothek. Das Portrait von Kloß, eine Kopie nach einem Original-Portrait von Heinrich Hasselhorst, wurde der Dr. Sencken­bergische Stiftung von Professor A. Knoblauch 1899 geschenkt.